Bei der Fahrt aus dem Nationalpark heraus sehen wir wieder ein paar Kängurus, die heute aber deutlich schneller abspringen als gestern.
Richtung Norden führt die Straße nach Stanthorpe über ein erklägliches Stück Gravel Road. Dem wollen wir aus dem Weg gehen, daher müssen wir zunächst nach Tenterfield zurück.
Von dort aus geht es dann auf dem New England Highway wieder in die richtige Richtung. Wie schon gestern zeigt die Straße viele Spuren von Wildunfällen, deutlich mehr als die australischen Straßen zuvor. Laufen hier mehr Kängurus über die Straße? Fahren hier mehr Lastwagen abends und nachts?
Parallel zur Straße verläuft eine stillgelegte Bahnlinie. Die Trasse wächst zu, die alten Holzbrücken verrotten, manchmal hängen nur noch die Schienenstränge grotesk in der Luft. Traurig zu sehen, aber gegen den Highway hatte die kurvige kleine Bahn wohl keine Chance.
In Wallangarra überqueren wir die Grenze zu Queensland. Der "Sunshine State" begrüßt uns mit einer dunklen Wolkendecke und Regen.

Wir merken den neuen Staat zum einen am deutlich schlechteren Zustand der Straße, zum anderen an der Uhrzeit:
Wir müssen die Zeit eine Stunde zurückstellen, denn in Queensland gibt es keine Sommerzeit.
Die letzten Kilometer bis Warwick wird die Straße zäh. Zu sehen gibt es nichts, breit und zum Teil schnurgerade wälzt sie sich langweilig dahin.
In Warwick angekommen erwischen wir eine Regenpause und schlendern die Hauptstraße des sympathischen Städtchens hinauf. 

Die Bäume und Palmen sind weihnachtlich geschmückt, aus Lautsprechern läuft dezent Weihnachtsmusik, die Geschäfte zeigen einige Weihnachtsdekoration. 

