In der Nacht hat es begonnen, heftig zu regnen. Wir frühstücken also erneut indoor, immerhin mit Blick auf den nahen Strand, den wir so heute freilich nicht mehr besuchen können.
Als wir dann den Camper fahrfertig machen, hört der Regen auf und es zeigen sich bald auch ein paar Sonnenflecken. Während unseres Kurzstopps beim örtlichen ALDI kommt sogar die Sonne dann mit Macht hervor.
Unterwegs macht eine Waschanlage mit vielfältigen Möglichkeiten auf sich aufmerksam.
Vor dem Verlassen von Phillip Island machen wir noch einen kurzen Abstecher zum Naturschutzgebiet auf Churchill Island, die kleine Insel lässt sich über eine schmale Brücke erreichen.
Außer einem alten Herrenhaus, das versteckt in einem Eintrittsgeld-pflichtigen Park liegt, können wir jedoch nichts Interessantes entdecken und fahren nach einer kurzen Pause zurück.
Wieder auf dem Festland wählen wir ab San Remo die Küstenstraße, die schöne Blicke auf das Meer bietet.



Eigentlich stand heute eine Fahrt zum Wilsons-Promontory-Nationalpark - kurz The Prom - auf dem Programm, dafür ist das Wetter jedoch zu unsicher. Statt dessen nutzen wir spontan die Gunst der sonnigen Stunde und halten am einsamen Traumstrand von Kilconda. 
Hier setzen wir uns gemütlich in den Sand, genießen die Sonne und beobachten einige Surfer, die auf der meterhohen Brandung reiten. Das scheint hier ein Sport für die Mittagspause zu sein.
Oskar und ich spielen in den Wellen, bis wir klatschnass sind.
Am Camper zurück haben wir alle Mühe, diesen nicht allzu sehr zu versanden.
Über dem Meer hat sich unterdessen mit voluminösen Wolken ein Gewitter zusammengebraut, dass sich gerade in dem Augenblick entlädt, als wir in Wonthaggi bei SUBWAY einkehren wollen. Wir sitzen den Schauer aus, denn mehr Verpflegungsmöglichkeiten bietet die näheren Umgebung nicht, und essen die Sandwiches im Camper bei geöffneter Schiebetür. Oskar versucht, die Marken der vorbeifahrenden Autos zu erkennen und ist erstaunlich treffsicher. Bei den hier recht häufigen chinesischen Marken herrscht bei uns jedoch Ratlosigkeit, Oskar nennt sie kurz und einheitlich "Blabla".
Südlich der Kleinstadt lockt der Coastal Drive oberhalb der Klippen zwischen Cape Paterson und Inverloch. Die Straße ist wunderbar angelegt, die Sicht jedoch zu großen Teilen zugewachsen und die Lookouts so unzureichend ausgeschildert, dass wir von der Küste nicht allzuviel sehen können.
Zum Schluss des Tages steht nun noch eine 60 Kilometer- Überlandfahrt an. Diese beginnt recht zäh im Flachland, führt dann aber in ein erstaunlich vielseitiges Bergland. Vom höchsten Punkt aus können wir die aus dem Meer ragenden Berge des Wilsons-Promontory NP aus der Ferne erblicken.
Der kleine Toora Tourist Park-Campground gefällt uns spontan. Er ist sympathisch, heute kaum frequentiert, die Restrooms - in Australien "Amenities" genannt - sind top sauber, und der Platz bietet alles, was wir brauchen. Vor allem ist eine Waschmaschine wichtig, denn wir haben recht wenig Kleidung für das kühlere Wetter mit.
Ob wir auch vom Sturm betroffen gewesen seien, fragt die freundliche Platzchefin beim CheckIn. Nein, wir haben nur ein Gewitter gehabt, jedoch entlang der Straße viele abgerissene Äste gesehen.
Auch heute Abend können wir nur kurz draußen sitzen. Es ist zwar recht warm, aber es gibt immer wieder kurze Schauer. Immerhin ist am Ende des Tages die Wäsche sauber und trocken.
Kurz vor dem Schlafengehen dann doch noch eine schöne Überraschung: Oskar hat seinen ersten Wackelzahn. Jetzt müssen wir nur noch die Zahnfee darüber informieren, dass wir am anderen Ende der Welt im Urlaub sind.