Sonntag, 15. Dezember 2024

11. Dezember 2024 Patonga - Hawks Nest

Der Morgen empfängt uns zunächst mit bedecktem Himmel. Nach dem Frühstück wird es dann aber schnell sonnig, genau das richtige Wetter für eine Fahrt am Wasser entlang. 
Zunächst halten wir bei COLES in Umina Beach zum Aufstocken der Obstvorräte. Wie jedesmal ist es ein Vergnügen, im Dezember in Hülle und Fülle leckere Aprikosen, Erdbeeren, frische Kirschen und saftige Melonen zu kaufen. 
Dann fahren wir am Brisbane Water entlang, ein großer direkt hinter der Küste gelegener Lagunensee. Dieser ist nicht verwandt oder verschwägert mit der Großstadt an unserem Urlaubsziel, die 1.000 Kilometer nördlich von Sydney liegt und auch hier noch beruhigend weit entfernt ist. 
Ein Stück läuft die Straße parallel zur Bahnlinie nach Newcastle. Auf ihr sehen wir einen Triebwagen und zwei Güterzüge, für einen Fotostopp bietet sich jedoch keine Gelegenheit.
Nach der Fahrt durch Goshford bemerkt Oskar Mangrovenwälder entlang der Gewässer am Straßenrand. Uns wären diese nicht aufgefallen; gut, dass wir einen aufmerksamen Beifahrer haben.
Der Tuggerah Lake ist der nächste Lagunensee. Diesmal führt der Central Coast Highway auf der Landzunge entlang, die den See vom Meer abtrennt. Diese ist bis zum Ort The Entrance dicht bebaut, nach der Brücke über den See-Abfluss ist sie jedoch Nationalpark und damit geschützt.
Hier machen wir Pause, auch in der Hoffnung, Pelikane sehen zu können. Und wir werden nicht enttäuscht: Die "The Entrance North Boat Ramp" heißt auch Pelicane Wharf, und hier lassen sich die großen Vögel ganz aus der Nähe betrachten. 
Als dann noch ein Angler vorbeikommt und seine gefangenen Fische aufnimmt, stehen wir auf einmal mitten in einem Dutzend Pelikane, die begierig auf einen Teil der Fischbeute hoffen. Sie so nah sehen zu können hätten wir uns nicht erträumt.
Anschließend sind die Ufer wieder bebaut und wir haben kaum noch See- oder Meerblick. 
Schließlich erreichen wir Newcastle, mit 300.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt in New South Wales. Wir umfahren die Metropole, die früher schlicht King's Town hieß, weiträumig. Schon der Verkehr auf der Umgehungsstraße reicht uns, da müssen wir nicht weiter reinfahren.
Nach einem Tankstopp und einem Verpflegungseinkauf bei SUBWAY biegen wir wieder in die M1-Autobahn ein, die hier in Newcastle noch unterbrochen ist, was zu einem endlosen Stau auf der Gegenfahrbahn führt. 
Nun steht erstmals Brisbane angeschrieben: 775 Kilometer, so schnell sind wir also noch nicht da.
Die Sandwiches essen wir eher semi-idyllisch auf einem Rastplatz. Da alle anderen Parkmöglichkeiten für Camper und Trailer verboten sind, stellen wir uns auf einen der langen Lastwagenstreifen.
Überhaupt die Trucks hierzulande: Lastzüge mit neun Achsen sind oft zu sehen, manche haben zehn, einzelne sogar elf Achsen. Es ist schon eindrucksvoll, wenn und ein solch langer Riesenlaster überholt.
Nach Hawks Nest geht die Autobahnabfahrt nach rechts ab einschließlich Überqueren der Gegenfahrbahn. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber bei Tempolimit 110 ein überschaubares Risiko.
Dann erreichen wir Hawks Nest und das Meer liegt wieder vor uns. Der "Reflections Hawks Nest - Holiday Park" ist ein großer Campingplatz, nur durch einen Dünen- und Gehölzstreifen vom Ozean getrennt. Leider stehen wir etwas lieblos dicht auf dicht in einer Reihe, während anderswo ganze Gruppen von Sites frei bleiben. Meinen die, das es eng beieinander mehr Spaß macht?
Der Strand ist wieder einer der Champions League-Klasse: Endlos bis zum Horizont erstreckt sich der Sand und die auf ihm auslaufenden Wellen; die Brandung ist genau richtig zwischen zu soft und gefährlich, und das Spätnachmittagslicht gibt dem Ganzen die richtige Ausleuchtung. So müssen Strände sein.

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