Sonntag, 15. Dezember 2024

10. Dezember 2024 Katoomba - Patonga

Heute verlassen wir die Blue Mountains wieder und fahren zurück zum Meer. Vorher wollen wir am Echo Point noch ein Highlight dieses Gebirges erleben: Den Nah-Blick auf die THREE SISTERS, jene Felsformation, die gestern schon so dominant zu sehen war. Bei dem heutigen prächtigen Wetter wird der Blick noch eindrucksvoller sein.
Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von Kathrin und Felix, die heute in Sydney ihren Camper abgeben. Oskar fällt der Abschied am schwersten, wir machen daher noch ein Abschiedsfoto. Und wie Kathrin so treffend meinte, man sieht sich immer zweimal im Leben - auf bald in einem entspannten Resort an einem anderen traumhaften Plätzchen dieser Erde. 
Wir treffen die beiden dann nochmal kurz am Parkplatz des Lookouts wieder, die heutige Sonne hat sie auch noch mal hierher geführt.
Und dann stehen wir am Rande der tiefen Schlucht und schauen auf die roten Felsen der THREE SISTERS. 
Unter uns der vom Regenwald und Eukalyptus dicht bewachsene Talboden, ringsum weitere steile Felswände. Einfach schön. Es hat schon seinen Grund, warum die Blue Mountains so bekannt und beliebt sind.
Der Name des Gebirges kommt von den Blättern der Eukalyptusbäume, die ätherisches Eukalyptusöl verdunsten, dessen feiner Nebel oft über den Bergen liegt und bei Tageslicht blau schimmert. 
Wir fahren anschließend noch einmal durch Katoomba, ein hübscher und eher bescheidener Ort, wenn man die vielen Touristen bedenkt, die alljährlich hierher kommen, um SCENIC WORLD zu besuchen, sich die Wasserfälle oder eben die THREE SISTERS anzusehen. 
Die Orte hier im Gebirge liegen alle oben auf den Felsen, so auch Katoomba; daher verläuft auch der Great Western Highway und die nach Sydney führende Bahnlinie oben auf den Felsen. 
Wir fahren auf dem Great Western Highway ein Stück weiter nach Westen. Die Felslandschaft und die vielen Abbrüche sind in der Vorbeifahrt zu erahnen, schöne Lookouts in Highway-Nähe können wir jedoch nicht entdecken.
In Mount Victoria verlassen wir den Great Western Highway, wenden uns einige Kilometer nach Norden und dann auf einer anderen Straße wieder gen Osten. Auch diese verläuft oben auf den Felsen; unten in den Tälern scheint es keine Siedlungen zu geben.
Eine Baustellenampel mit langer Wartephase hält uns eine Viertelstunde auf. Als es endlich weitergeht, werden wir wieder von einem Pilot Car durch die Baustelle geleitet, das dafür sorgt, dass niemand zu schnell fährt.
Danach wird die Landschaft langsam weniger schroff und die Berge sanfter, Apfelplantagen prägen nun oft das Bild.
In einem Lokal, das unter anderem auch seine Pies bewirbt, machen wir Pause und probieren dieses australische Nationalgebäck, wir entscheiden uns für den traditionellen Apple Pie mit Vanilleeis.
Der Laden wird von einem ausgewanderten Malteser und seiner Frau geführt, mit denen wir ins Gespräch kommen. Er fahre morgen nach Adelaide, um ein Auto zu kaufen. Ein sehr weiter Weg für einen Gebrauchtwagenkauf, dies sei jedoch der einzige verfügbare Pickup mit Handschaltung, und als “Europäer” bräuchte er das Gefühl und das Geräusch eines Nicht-Automatik-Motors. 
Im Garten des nett angelegten Anwesens steht eine Holzeisenbahn mit sieben bepflanzten Waggons; einer für jedes Kind und zwei Enkelkinder. Wenn noch ein Enkel kommt, wird wieder gebaut, meint seine Frau lächelnd.
Nach der Stärkung geht es hinab in die Küstenebene und wieder den nördlichen Randorten von Sydney entgegen. 
Wir fahren an der Landebahn des Fliegerhorstes Richmond der Royal Australian Air Force entlang. Kurz darauf fliegt eine dort landende C-17 Globemaster direkt über uns hinweg. Spektakulär.
Dann haben uns die endlosen Vororte von Sydney wieder. Obwohl die Stadt noch Dutzende Kilometer entfernt liegt, ist hier alles von großen und kleinen Ortschaften zersiedelt, die ineinander überzugehen scheinen. Mal sind es nett anzuschauende Siedlungen, mal sind es Trabantenstädte, die wir durchfahren.
Unser Navi leitet uns verlässlich durch dieses Labyrinth, bis wir endlich auf die M1- Autobahn auffahren können.
Diesem Freeway folgen wir ein gutes Stück nach Norden bis zum oberen Ende der Flussmündungen des Ku-ring-gai-Chase-Nationalpark und dann auf der dem Meer zugewandten Seite wieder südwärts. 
Wir übernachten heute im ebenso idyllischen wie abgelegenen Dorf Patonga. Es befindet sich am südlichsten Zipfel der langen Halbinsel direkt an der Mündung des Hawkesbury-River. Der dortige Campingplatz, der Patonga Camp Ground, liegt am Ende der Straße direkt am Wasser.
Er ist an unserer Site nur mäßig belegt, was dem Platz ein gewisses Maß von Ursprünglichkeit gibt und uns natürlich sehr gut gefällt.
Eine vorgelagerte Landzunge, auf der in der Ferne auch ein Leuchtturm zu sehen ist, schützt diese Bucht gegen die Brandung des Pazifiks. Dadurch ist der Wellengang hier viel dezenter, was Oskar bei seinen Strand- und Wasserläufen jedoch nicht stört. Als sich dann zunehmende Wolken vor die Sonne schieben, kehren wir zurück zum Camper.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.

21.12.2024 Brisbane – Singapur – München – Weilheim

Ich habe kaum geschlafen in dieser Nacht. Aufregung oder das sehr weiche Bett? Keine Ahnung. Aber so kann ich unsere letzte Morgendämmerung ...