Sonntag, 24. November 2024

22. November 2024 Melbourne - Breamlea

Früh wach und irgendwie
noch müde, aber dennoch putzmunter. Um 5 Uhr ist der Schlaf vorbei, was will man machen. 
Während draußen die Nacht einem sonnigen Sommermorgen weicht, lesen wir mit wohligem Schauder die Berichte vom üppigen Schneefall in der Heimat. Da sind wir wohl gerade noch rechtzeitig  dem Winter entflohen.
Nach dem Frühstück verlassen wir Melbourne. Ein UBER-Taxi bringt uns durch endlose Vorstädte und Gewerbegebiete zum Wohnmobilverleih von Maui, Britz und Co im Vorort Somerton. 
Nach kurzer Wartezeit können wir bei einer netten jungen Frau - gebürtig aus Mazedonien, was man aber überhaupt nicht hört - die Formalitäten erledigen. Die Einweisung übernimnt eine junge Frau aus Berlin, die hier für ein Jahr work-and-travel macht, aber auch an Weihnachten wieder nach Hause muss.
Insgesamt verläuft die Übergabe völlig entspannt ab, kein Vergleich zu den USA, wo man quasi durchs Fahrzeug kriechen muss, um wirklich jedes Detail erklärt zu bekommen.
Währenddessen ist eine mörderische Hitze aufgekommen. 35° zeigt das Thermometer an, als wir losfahren. Erster Stopp ist ein ALDI, um den ersten Einkauf zu machen. Ein in vielem vertrauter Markt mit natürlich völlig anderem Angebot. Zum Beispiel sind Mülltüten grundsätzlich parfümiert, Käse, Wurst und Milchprodukte nehmen den Platz ein, der bei uns alleine Joghurt und Quark belegt, und das Brot wird zwar vielfältig angeboten, ist aber eigentlich immer Weißbrot.
Dann starten wir unsere Campertour und verlassen den Großraum Melbourne  auf dem vielspurigen Princess Freeway.
Es herrscht anfangs dichter Verkehr, wir kommen aber nach ein wenig Stop-and-Go gut voran. Die Autobahn wirkt in ihren Ausmaßen und Zahl der Fahrspuren ziemlich amerikanisch, jedoch sind die Autos deutlich kleiner. Nur die Trucks sind ähnlich groß, die berühmten Road Trains mit ihren vielen Anhängern scheint es jedoch in den dichter besiedelten Gebieten nicht zu geben.
Eine Kurzbesichtigung von Geelong lassen wir aus, da es inzwischen schon drei Uhr durch ist, und verlassen in Torquay die Autobahn.
Auf stetig schmaler werdenden Straßen und über gerade im Linksverkehr spannend angelegte Kreisverkehre kommen wir der Küste immer näher. 
Unser Campground in Breamlea liegt in den Dünen. Er ist eher einfacher Natur, kaum belegt und scheint überwiegend von Dauergästen genutzt zu werden, die sich in meist ein wenig in die Jahre gekommenen Wohnwagen eingerichtet haben. 
Nach Abstellen des Campers gehen wir gleich ans Meer. Inzwischen hat die Hitze einem deutlich kühleren und windigeren Wetter Platz gemacht, kein Badewetter mehr.
Ein schmaler Fußweg führt in eine Bucht mit sandigem Strand, auf dem die Wellen auslaufen. Ein komisches Gefühl, dass das nächste Festland hinter dem Horizont die Antarktis ist. Oskar und ich gehen mit den Füßen ins Wasser, es ist eiskalt, als hätte es unsere Gedanken an den nahen Südpol erraten.
Den Rest des Nachmittags und den Abend verbringen wir dann mit Einräumen unserer Sachen im dafür wie immer eigentlich viel zu kleinen Camper, bis endlich alles verstaut ist. Dann fallen uns die Augen zu.

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