Donnerstag, 21. November 2024

20. November 2024 Singapur-Melbourne

Der zweite Flug war ein wenig ruppig und durchweg von leichten Turbulenzen geprägt. Der Kapitän musste sich regelmäßig per Durchsage melden, um uns Passagiere auf das immer wieder erforderliche "Fasten Seat Belt"- Zeichen hinzuweisen und seiner Crew Sicherheitsvorgaben zu geben. Kaffee und andere Heißgetränke gab es den ganzen Flug über nicht, einmal wurde der  Service sogar komplett eingestellt.
Wir haben trotzdem ein wenig schlafen können, die fehlende Nacht forderte mit Macht ihren Tribut. Außerdem flogen wir vom Start weg nur über einer dichten Wolkendecke, es gab also von Indonesien und später Australien schlicht nichts zu sehen.
Beim Anflug auf Melbourne geht nun draußen zum zweiten Mal während der Reise die Sonne unter.
 Mit sinkender Flughöhe macht sich ein wenig die Erleichterung breit, dass es endlich geschafft ist. Man muss sich gleichzeitig jedoch fast etwas zu der Erkenntnis zwingen, dass da unten wirklich Australien liegt.
Bereits jetzt fasziniert die Diskrepanz zwischen Stadt und Land: Die Millionenstadt bildet einen rasch näherkommenden hellen Lichterteppich, während unter uns nur ganz sporadisch sehr vereinzelte Lichter zu sehen sind.
Um 21.10 Uhr Ortszeit setzen wir in Melbourne Tullamarine Airport auf. Mit einer scharfen Bremsung, die uns heftig in die Gurte drückt, verkürzt der Pilot den Rollweg auf der Landebahn, so kommen wir in kürzester Zeit zum Terminal. Nach dem Aussteigen laufen wir wieder durch lange Gänge zunächst zu einem einsamen Duty Free-Shop ("Optimize your Allowance") und dann zum unmittelbar dahinter liegenden Anstellbereich der Immigration. Diese läuft hierzulande ähnlich unfreundlich ab wie in Amerika. Ein schroffes Erscheinungsbild scheint weltweit eine zwingende Einstellungsvoraussetzung dieser Angestellten zu sein. 
Danach geht es zum Zoll und zur bereits im Flugzeug mittels Video angekündigten Kontrolle, ob man Fleisch, Obst und andere Frischwaren einführt; das ist alles verboten zum Schutz der heimischen Flora und Fauna. Überall stehen Mülleimer herum, um derartige Mitbringsel vorher entsorgen zu können. 
Die Überprüfung ist dann jedoch sehr lax, vor allem im Vergleich zu Neuseeland, wo alle Taschen von Suchhunden beschnüffelt wurden.
Mit einem UBER-Taxi fahren wir durch die nächtliche Stadt zum Hotel. Wir haben im RADISSON im Zentrum gebucht, und kurz vor Mitternacht beziehen wir unser ein wenig nüchternes Zimmer. Endlich angekommen.
Der Tag war wegen der Flüge durch die vielen Zeitzonen extrem kurz. Welche Zeit die innere Uhr anzeigt ist unmöglich zu sagen. Mal schauen, wie es jetzt mit dem Schlafen klappt.

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